Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Homepages.

Montag, 9. April 2018

sen-no-sen - ein Vorschau auf das 9. Fujinaga Gasshuku


Oft verzettelt man sich als Trainier und verlangt zu viele Dinge auf einmal vom Schüler. Seit vielen Jahren bemühe ich mich deshalb, dem Fujinaga-Gasshuku jeweils einen Trainingsschwerpunkt zu widmen. Zudem bietet ein solches Trainingswochenende die Möglichkeit, kompakt und in vielen Trainingseinheiten innerhalb kurzer Zeit, einer Thematik auf den Grund zu gehen.
Für die meisten Teilnehmer entspricht das Trainingspensum des Gasshuku etwa 3 Wochen normales Training - hier verdichtet auf ca. 36 Stunden.

Zur Erinnerung - das waren unsere Schwerpunkte z.B.:
2010 - kamae; 2011 - ashi barai; 2012 - Kumite-Formen; 2013 - Ma-ai; 2015 - hangetsu dachi; 2016 - tai-sabaki; 2017 - irimi.

2018 wollen wir uns ausgiebig mit dem sen-no-sen - Prinzip beschäftigen.
Was ist der prinzipielle Unterschied zu go-no-sen? Welche Übungen helfen uns zum Erlernen dieses Prinzips? Welche Anregungen geben uns die Kata? Wie entwickeln wir aus Kihon-Bewegungen freie Bewegungen, um sen-no-sen umsetzen zu können?

Im Jiyu-Ippon-Kumite und später auch im Shobu Ippon kann man beobachten, dass Karateka Angriffe überwiegend go-no-sen Konterbewegungen entgegen setzen. Das ist zu einseitig und komfortabel für den Angreifer.

Auf Lehrgängen und Wettkämpfen kann man beobachten, dass bei sen-no-sen Bewegungsmuster aus dem go-no-sen abgespult werden.
Da werden verschiedene Dinge miteinander vermengt, mit einem meist unbefriedigenden Ergebnis.
Daran wollen wir arbeiten. OSS - Hajime 20.04.2018




Montag, 15. Januar 2018

24. Intensivlehrgang Risto Kiiskilä Sensei


Mein Karate ist lebensbegleitend – es ist daher nur konsequent, in das neue Jahr 2018 mit dem Intensivlehrgang bei Risto Kiiskilä Sensei in FFM Sossenheim zu starten.

Alle anderen Dinge können und müssen sich gedulden.

5 Tage lang mit 4-5 Stunden Training täglich stellen – insbesondere nach den Feiertagen - eine Herausforderung dar. Umso leichter fällt einem alles danach.

Mehr Abwechslung brachten dieses Jahr 4 Karateka aus Finnland – gute Leute – es wird Zeit für die Aufnahme Finnlands in die JKA-Family – der weiße Fleck in Skandinavien in punkto JKA.

Kiiskilä Sensei gibt den anwesenden Prüfungskandidaten klare und individuelle Hinweise für das weitere Training, um dann erfolgreich an der DAN-Prüfung teilzunehmen.

Dabei fallen klare und bisweilen auch harte Worte – das wissen und schätzen aber aller Teilnehmer, die den Weg Anfang des Jahres in das IPPON-Dojo finden.

Nachdem Motto – „In der Prüfung zeigt man nicht was man kann, sondern was verlangt wird“ setzt der Sensei die Schwerpunkte der Prüfung in Kihon, Kata und Kumite gemäß der Prüfungsordnung. Neben den Prüfungskombinationen wurden vornehmlich Tekki Shodan und Bassai Dai sowie Jiyu-Ippon Kumite praktiziert. Dazu gehört auch, dass sich Kandidaten vor allen Teilnehmern bewegen müssen und Kritik erfahren und dass sich die Teilnehmer untereinander korrigieren.

In den Schwarzgürtel-Einheiten wurden dynamische Bewegungsabläufe mit effektiver Kraftübertragung trainiert – frei nach dem Motto: „Es ist nicht die Aufgabe des Muskels, stark zu sein, sondern zu funktionieren“ – richtige Atmung inklusive.

Im Kata Bereich ragte das Üben von Bassai Sho, Chinte und Meikyo heraus. Mit der gewohnten körperlichen Härte wurden die Partnerübungen absolviert.
Dieser Lehrgang bei Risto Kiiskilä Sensei verdient die Bezeichnung „Gasshuku“. Nach dem Training wird sich lange unterhalten, keiner läuft weg, es wird auch zusammen gekocht und gegessen und die Mehrzahl der Teilnehmer übernachtet im Dojo – so entsteht eine Gemeinschaft.
Ich hoffe deshalb auf noch viele Wiederholungen.
Danke Risto Sensei – wir sehen uns zum 10. Berlin Special Lehrgang zu Pfingsten in Berlin.